Lohnt sich ein Langfahrtseminar?

Lohnt sich ein Langfahrtseminar?

Vorbereitung, Anlässe, Schweiz
Jimmy Cornell und Sönke Roever berichten live vom Blauwasserleben und ihren Erfahrungen.

Was wird uns die Segellegende Jimmy Cornell und der Weltumsegler Sönke Roever alles verraten?

Im Vorfeld haben wir viel Gutes über Seminare für Blauwasser gehört und möchten die Gelegenheit nutzen in Zürich an einem teilzunehmen.
Jimmy Cornell ist uns seit längerem als Segellegende bekannt, sowohl mit seinen Webseiten, Rallyes, wie auch mit seinen Büchern. Wir sind also auf ihn persönlich gespannt, besonders auch, da er mit einer Allures / Garcia unterwegs und ebenso Besitzer einer OVNI war. Wir möchten ihn zu den Schiffen und deren Vergleich befragen, da diese unsere Favoriten bei der Schiffswahl sind.
Sönke Roever kennen wir schon von seinen Büchern, welche wir gelesen haben, wie auch von der Boot 2016, wo wir Vorträge/Interviews von ihm mitverfolgten.
Bezüglich Informationen zum Blauwasserleben haben wir keine grossen Erwartungen, ist uns doch inzwischen dazu so einiges klar geworden und wir fühlen uns recht gut vorinformiert. Und den grössten Teil kann uns wohl eh erst die reale Praxis aufzeigen, wenn wir dann unterwegs unsere Erfahrungen selber machen.

Eine geballte Ladung Erfahrung!

So besuchen wir gemeinsam mit unseren Nachbarn, den Erni’s, das Langfahrtseminar von Cornell/Roever in Zürich und dürfen einen Tag lang in den Vorbereitungen schwelgen.

Langfahrtseminar-zuerich-2-2016

Jimmy Cornell hat enorm viel Erfahrung, was in seinen Vorträgen gut zum Ausdruck kommt, denn er hat viel zu erzählen und zu allem eine erlebte Geschichte dazu, er sprüht regelrecht vor Begeisterung.
Auch Sönke Roever hat einen grossen Erfahrungsschatz und gibt uns viele zentrale Punkte in süffigen Worten weiter. Er bringt zu allem praxisbezogene Beispiele sehr anschaulich an die Zuhörerschaft und vermittelt die wichtigsten Punkte zum Blauwassersegeln.
Wie erwartet sind für uns während den Vorträgen nicht sehr viele Neuigkeiten dabei, aber das ist positiv, bestätigt uns dies doch, dass wir auf dem richtigen Weg sind und für uns schon sehr viele Fragen beantwortet sind. In der Theorie wissen wir also schon einiges…
Die Themen sind vielschichtig und reichen vom Blauwasser-Alltag über die Schiffswahl, Technik an Bord, Kommunikation, Energiehaushalt bis zu Budget, Klimawandel, Sicherheit und Verproviantierung.

Konkrete Fragen an die Koryphäen

Spannend sind vor allem die konkreten Fragen an Sönke und Jimmy. Beispielsweise die Finanzen: So wird oftmals davon gesprochen, dass mind. 10% vom Schiffskaufpreis pro Jahr für den Unterhalt vom Boot benötigt wird. Aber wenn man ein neues Schiff für 400’000 kauft, muss man dann 40’000 pro Jahr investieren? Das kann ich nicht glauben und stelle mal diese Frage. Wie erwartet, ist das nicht so, das ist mehr für “ältere” Gebrauchtboote gemeint.
Dann die Frage an Jimmy, ob die Allures 45 ein gutes Schiff ist. Ja, er beginnt gleich zu schwärmen, vor allem vom Partnerboot Garcia. Jedenfalls stuft er die Allures 45 bezüglich den Segeleigenschaften als “besseres” Schiff ein als die OVNI 445.
Zum Abschluss der vielen Blauwasser-Informationen erzählt Jimmy von seiner Nordwest Passage, die er mit über 70 Jahren durchfahren hat. Wir sagen nur “chapeau”!

Wir verbringen einen wunderbaren Tag mit vielen Stunden zum Träumen und nehmen einige neuen Informationen mit auf den Weg.