Von crash boom bang zum Rainbow Reef

Von crash boom bang zum Rainbow Reef

2026, Liegeplätze, Tauchen, Tauchplätze, Landausflüge, Fidschi
Wir werden gerammt und sind geschockt. Nach dem die Wunden geleckt sind erleben wir eine fantastische Zeit ...

Schock

Es ist dunkel, wir stehen geschockt an Deck und drücken die Segelyacht, die an unserer Bordwand klebt, mit vereinten Kräften von uns weg. Vor wenigen Sekunden lagen wir noch friedlich schlafend in unserer Koje, bevor uns dieser schreckliche Knall aus unseren Träumen geholt hat. Es ist leider kein Traum - eher ein Albtraum! Erstmal froh, ist unser Anker nicht ausgerissen und konnten wir das Boot, das in uns gefahren ist, von uns wegstossen, holen wir Taschenlampen und begutachten, was diese Kollision an unserer meerla verursacht hat.

Da die Yacht Bug voran, mit dem Anker vorne montiert, in uns gefahren ist, hat sich dieser in unserer Fussreling verhakt und diese über knapp 2 Meter aus dem Deck gerissen. Das alles hat sich über das Deck geschoben, so dass der GFK zerkratzt ist. Der Bug – ein sehr stabiler Teil einer Yacht – hat unseren Rumpf gerammt, so dass wir nun eine Delle im Aluminium haben. Soweit können wir den Schaden aktuell sehen, mehr müssen wir dann bei Tag begutachten und vor allem testen, ab die Deck-Rumpf Verbindung noch Wasserdicht ist.

Wir können im Moment im Dunkeln nicht mehr machen und legen uns wieder hin. Natürlich ist nicht mehr an Schlaf zu denken...

Schadensbegrenzung

Wir entscheiden uns am Morgen, dass wir in die Marina zurückkehren, um uns da alles in Ruhe anzuschauen, zu testen und provisorisch zu reparieren, was in Fidschi möglich ist.

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Inzwischen kommt der Crashpilot mit dem Dinghi angerudert und nimmt mit uns Kontakt auf. Wir kennen den Segler, lagen wir doch viele Wochen gemeinsam in der Nawi Island Marina. Er entschuldigt sich und wir fragen ihn, wie das passieren konnte.

Er hat keinen Motor, da dieser ausgefallen ist, keinen Strom mehr, da irgendein Problem vorliegt und er ist Einhandsegler – er hat uns schlicht und einfach nicht gesehen. Er wollte unter Segel Ankern und im Stress mit Ankern unter Segel, kein Wind, plötzlich aber doch Wind, dunkle Nacht, das Riff vor der Nase, ist es passiert. Er ist noch völlig durch den Wind deswegen, es ist ihm nirgends recht und natürlich sagt er, dass er die volle Verantwortung dafür hat, was passiert ist.

Wir unterhalten uns freundlich mit ihm, was unsere nächsten Schritte sind, die wir unternehmen möchten, denn ihn anzuschreien oder verärgert zu sein, nützt ja nichts. Es ist passiert, das können wir nicht rückgängig machen, jetzt müssen wir vorwärtsschauen und sehen, was das für uns für die Segelsaison in Fidschi bedeutet.

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Zurück zum Start

Wir nehmen den Anker hoch und fahren zurück in die Marina. Ja, so schnell sind wir wieder zurück...

Wir schauen uns den Schaden ganz in Ruhe an, holen bei unserer Werft Informationen ab, wie der Teil mit der Fussreling und dem Deck-Rumpf Bereich verarbeitet ist und machen einen gründlichen Test, ob meerla an dieser Stelle nun undicht ist, oder alles noch trocken bleibt.

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Bald schon sind wir sehr erleichtert, denn wir können kein Wassereindringen feststellen und sehen, dass wir alles provisorisch reparieren können, so dass einer Segelsaison in Fidschi nichts im Wege steht. Aber eine definitive Behebung des Schadens werden wir erst in Australien ausführen können.

Wir kleben und fixieren also alles provisorisch und meerla bekommt für ein paar Tage ein «Pflaster», bis die geklebten Stellen schön getrocknet sind und halten.

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Die Versicherung möchte einen Polizeireport von dem Vorfall und so gehen wir, zusammen mit dem Crashpilot – der in der Zwischenzeit auch wieder in der Marina liegt – zur Polizei in Savusavu. Die wissen nicht, was zu tun ist und Lust haben sie auch nicht, etwas zu machen, zudem ist der Kassier nicht da, wir sollen morgen wieder kommen...

Am nächsten Tag geht Allan mit dem Crashpilot erneut zur Polizei und nach einer Ewigkeit und kompliziertem Hin und Her halten wir einen offiziellen Polizeireport in der Hand.

Mehr können wir aktuell nicht tun. Wir sind froh, ist nicht mehr Schaden entstanden und noch wichtiger ist, dass niemand verletzt wurde – ausser vielleicht etwas unsere Seelen. Doch auch diese «Wunde» heilt langsam, mit tatkräftiger Unterstützung von leckerem Eiscafé und der aufmunternden Gesellschaft der Calisto Crew.

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Start Nummer 2

Fünf Tage später kaufen wir in Savusavu nochmal ein, verabschieden uns zum zweiten Mal, in der Hoffnung, dass wir nicht wieder so schnell zurück sind!
Am Sonntag gibt es zwar nicht das Wetterfenster, um in den Osten zu Segeln, dafür aber eine Kein-Wind-Phase, die wir nutzen wollen, um weiter zu kommen, wenn auch unter dem Gebrumme des Motors.

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Wir verlassen die Marina und fahren bis zur Naidi Bay, in der Hoffnung, dass da keiner in uns fährt. Es ist eine nette kleine Bucht, in der wir eine Nacht ruhig liegen, bevor es am Montag der Küste entlang in Richtung Viani Bay geht. Wir kommen zum Rainbow Reef, dass der Viani Bay vorlagert ist und nehmen da die südliche Einfahrt.

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Die Viani Bay empfängt uns mit ausgesprochen trübem Wasser, da kurz bevor wir angekommen sind, ein heftiger Gewitterregen über die Bucht zog. Davon haben wir zum Glück nichts mitbekommen und wir legen uns an die Mooring vom Dolphin Bay Divers Retreat. Ein kurzer Test, ob die Mooring uns hält und wir können den Motor ausmachen. Was für ein schönes Gefühl, nach so langer Zeit in der Marina, wieder an einem anderen Ort zu sein.

Wir erkunden unsere nahe Umgebung und besuchen Roland, den Betreiber von Dolphin Bay Divers Retreat. Zu unserer grossen Freude gesellt sich Calisto einen Tag später zu uns und legt sich an die zweite Mooring neben uns.

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Endlich Tauchen

Wir wollen endlich Fidschis wundervolle Unterwasserwelt betauchen und kramen unsere Tauchausrüstung hervor, die leider zweieinhalb Jahre unberührtes Dasein fristete. Um uns wieder einzugewöhnen und einen Check-Dive zu machen, gehen wir direkt von der meerla aus tauchen und sehen uns unsere Mooring an. Interessant, wie diese mit einem alten Anker und Ketten gemacht ist, sie sollte uns aber für die nächsten Tage halten.

Jetzt sind wir bereit für das weltberühmte Tauchgebiet in der Somosomo-Strasse zwischen Taveuni und Vanua Levu, dem Rainbow Reef. Es gehört ganz klar zu den schönsten Korallenriffen der Welt und rangiert gemäss Internet im Bereich von Platz 4 bis 6, je nach Bewertung.

Gemeinsam mit Roland von der Tauchbasis und Erika und Jürgen von der Calisto fahren wir hinaus zum Tauchplatz «The Corner».

Und da ist der Name von Rolands Tauchbasis «Dolphin Bay Divers» gleich Programm. Denn uns begrüssen zum Start des Tauchgangs einige Delfine! Ein Traum, diesen wundervollen Tieren unter Wasser zuzusehen.

Wir treffen auf eine wundervolle Korallenlandschaft mit einer sehr hohen Vielfalt an Korallen und hübschen bunten Fischen. Wie schön, diese prachtvolle Unterwasserwelt wieder bestaunen zu dürfen.

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Gesellschaft

Roland feiert seinen runden Geburtstag und wir freuen uns, am Abend mit ihm anstossen zu können.

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Am nächsten Tag fährt er mit seinem Boot zur Nachbarinsel Taveuni und wir dürfen uns ihm anschliessen. Eine gute Gelegenheit einen neuen Ort kennen zu lernen. Wir fahren mit dem Taxi nach Somosomo, wobei wir auf dieser Fahrt den 180. Längengrad überfahren. Dieser bildet die Grundlage für die Datumsgrenze, also fahren wir theoretisch vom heute ins gestern, nur dass in Fidschi die Datumsgrenze vom 180. Längengrad abweicht, so dass ganz Fidschi in derselben Zeitzone liegt – was das Leben sicherlich wesentlich einfacher macht.

In Somosomo angekommen, haben wir Zeit um uns umzuschauen. Es ist ein kleiner Ort mit wenigen Supermärkten und einigen Gemüse- uns Früchtestände entlang der Strasse. Wir kaufen ein wenig frische Früchte ein und merken uns in den Supermärkten, was es zu kaufen gibt, damit wir für einen späteren Einkauf Bescheid wissen. Denn wir sind noch gut Verproviantiert von unseren zwei Starts in Savusavu.

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Wir sehen etwas den Schülern beim Sport zu, denn es ist Freitagnachmittag und da haben wir schon gelernt, dass das der Sportnachmittag in Fidschi ist. Doch bald ist die Schule für diese Woche vorbei und die Schüler setzen sich in die Busse, um nach Hause zu fahren.

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Auch für uns geht es mit dem Taxi zurück zum Boot, danach quer über die Somosomo-Strasse in die Viani Bay und auf meerla.

Es ist Sonntag und da wird nicht getaucht, dafür besuchen wir mit Roland, Erika und Jürgen ein englisches Paar, das wir an Rolands Geburtstag kennengelernt haben. Sie sind am Nordostrand der Bucht am Aufbau einer Luxusvilla für Gäste. Wir sehen uns dieses interessante Projekt an und versuchen uns vorzustellen, wie es einmal aussehen wird, wenn alles stilvoll fertig gebaut ist.

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Berühmtheit

Am nächsten Tag steht eine Berühmtheit auf dem Programm, die Great White Wall. Diese spezielle Wand, welche mit Weichkorallen (Dendronephthya) bewachsen ist, kann nicht immer betaucht werden. Die Strömung resp. die Gezeiten müssen passen und so gibt es pro Monat meist nur wenige Tage, die optimale Bedingungen liefern. Denn die Korallen öffnen ihre Polypen, um Plankton aus der Strömung zu filtern. Sie strecken sich dann voll aus, so dass die Wand weiss erstrahlt, wie eine Schneewand, sofern eben die Gezeiten richtig sind.

Der Einstieg für diesen Tauchgang erfolgt durch einen kleinen Tunnel auf etwa 15m, wo wir heute eine wunderschöne, grosse Muräne sehen. Danach geht es nach links und schon sind wir an der Weissen Wand. Wow, was für ein Anblick, besonders mit etwas Abstand zur Wand. Wir haben diesen faszinierenden Anblick sehr genossen, aber mit Fotos kann man diese Pracht nicht wirklich einfangen. Zwischen den Weissen Korallen finden sich andersfarbige Korallen, die durch die weisse Umgebung besonders hervorstechen. Die Strömung schiebt uns langsam vorbei und wir tauchen mit vielen Fischen weiter, bis es Zeit ist zum Auftauchen.

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Wir haben einen perfekten Tag für die Weisse Wand erwischt und freuen uns, diesen einzigartigen Tauchplatz so prachtvoll erlebt zu haben.

Und nicht weniger schön, geht es am nächsten Tag zu Purple Wall tauchen, wo wir beim Einstieg einen Weissspitzenriffhai sehen, eine Muräne und danach die farbenprächtigen Korallen der Purple Wall. Hier sehen wir Weichkorallen in den verschiedensten violett-tönen. Zum Ende des wunderschönen Tauchgangs huscht noch eine Schildkröte davon.

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Und weil es so schön ist, gehen wir am nächsten Tag in den Zoo, ach nein, nicht einen üblichen Zoo, sondern der Tauchplatz heisst «Zoo». Hier treffen wir auf viele Weissspitzenriffhaie, einen grauen Riff Hai, Barrakudas, Titandrücker, viele Kugelfische und einen schönen Lobster – psst, nicht den Einheimischen sagen, sonst ist er weg...

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Am 4. Tag in Folge tauchen wir heute beim «Aquarium» ab. Der erste Teil des Tauchganges ist nichts Besonderes, aber in der zweiten Hälfte treffen wir auf wunderschöne Korallenformationen, eine hübsche Muschel und einen grossen Igelfisch.

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Natürlich füllt das Tauchen nicht unseren ganzen Tag aus, wir Arbeiten nebenher und abends sind wir meistens mit Erika und Jürgen zusammen. Wir geniessen ihre Gesellschaft unglaublich, die fröhliche Stimmung, die Herzlichkeit und das viele Lachen. Nun als echte Allgäuer, wird Allan von Jürgen fleissig mit Radler «abgefüllt»...

7 Jahre

Schon ganze sieben Jahre ist es her, dass wir Vollzeit auf der meerla leben. Übrigens seit kurzem länger, als Allan und ich zusammen an Land gelebt haben.

Der «meerla Geburtstag» feiern wir traditionell am 1. Mai mit einer Schwarzwälder Kirschtorte. Und mit uns feiern natürlich Erika und Jürgen. Roland kann leider nicht dabei sein, weil genau in diesem Moment einer seiner Ziegen gestorben ist.

Aber wir geniessen diese leckere Kalorienbombe trotzdem und mit gut gelaunter Gesellschaft gleich doppelt.

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Erika zu ehren, dass sie ihren Tauchkurs mit Roland erfolgreich gemeistert hat, gehen wir heute nochmals zur «Great White Wall» tauchen, denn beim ersten Mal durfte sie noch nicht so tief tauchen und konnte die Weisse Wand nicht richtig bestaunen. Den Einstieg haben wir heute irgendwie etwas verpasst, so dass wir zuerst gegen die Strömung anschwimmen, bis wir den Einstiegstunnel erreichen und links in die Wand abbiegen. Heute präsentiert sich die Wand weniger prächtig als beim ersten Mal, was unterstreicht, wie unglaublich perfekt wir es beim ersten Mal getroffen haben. Es hat heute auch mehr Strömung, so dass wir bald an der Wand vorbei getrieben sind. Beim Austauchen treffen wir auf eine Schildkröte, viele bunte Fische und einen wunderschönen Kofferfisch.

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Am späteren Nachmittag besuchen wir, bewaffnet mit Kava, Jack und überreichen ihm als Dank, dass wir an der Mooring liegen können, das Bündel Kava. Er freut sich darüber und seine Erzählungen, was er in seinem Leben alles erlebt hat, wollen nicht enden. Wir lauschen seinen Geschichten aufmerksam und erfahren viel, wie es in Fidschi zu und her geht.

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Es ist schon wieder Sonntag – also Kein-Tauch-Tag, dafür Wander-Tag. Wir gehen mit Erika und Jürgen an Land, spazieren dem Strand entlang und folgen dem Weg neben der Schule hoch über den Hügel. Von oben sehen wir wunderbar auf die Viani Bay. Der Weg hinten den Hügel hinab hat einige sehr sumpfige Stellen, die wir nur überqueren können, indem wir über kleine Baumstämme balancieren. Irgendwann wird uns der Sumpf zu tief und lässt uns umdrehen. Auf dem Rückweg lädt uns eine einheimische Frau mit Kind zu sich ein, auf ihrer kleinen Terrasse eine Ruhepause einzulegen. Natürlich tauschen wir uns über woher wir kommen, wie die Namen sind und weiteres aus. Und wir fragen, was das für Früchte sind, die hier am Boden liegen, ob man diese essen kann. Ihre Antwort lautet, die seien gut, um Marmelade zu machen, doch das kann sie im Moment nicht, weil sie keinen Zucker dafür hat. Sie sagt es nicht, aber uns ist klar, dass sie sich den Zucker nicht leisten kann.
Immer wieder wird uns direkt vor Augengeführt, wie unglaublich privilegiert wir sind, was wir machen und erleben dürfen.

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Perfekte Zeit

Noch sind wir in der Viani Bay, obwohl wir eigentlich schon unterwegs sein müssten. Ja, wie denn das? Wir wollen unseren Unterwasseranstrich neu machen und haben uns entschieden, dies in Denarau zu erledigen. Dazu haben wir vor einigen Wochen einen Krantermin abgemacht, um meerla aus dem Wasser zu nehmen. Doch vor wenigen Tagen erreichte uns die Nachricht, dass unser Termin um einen Woche verschoben werden muss, da genau dann die Kranwartung ansteht. Hm, was für eine Planung... Aber uns kommt es nun sehr gelegen, können wir doch eine Woche länger in der Viani Bay liegen, wo es uns gerade extrem gut gefällt, denn was wollen wir mehr, als eine schöne Umgebung, tolle Menschen um uns herum, die Freundschaft mit der Calisto-Crew und das unglaubliche Tauchen am Rainbow Reef. Besser kann es eigentlich gar nicht sein und unser Crash ist ganz weit weg...

Wir verbringen einen wundervollen Abend bei Roland am Feuer, zusammen mit ihm, Erika und Jürgen, wo jeder etwas zu Essen mitbringt. Es ist einfach nur schön – ein Genuss!

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Jetzt waren wir aber ein paar Tage nicht mehr Tauchen und heute fahren wir zum Tauchplatz «Fish Factory». Mal schauen, was hier für Fische produziert werden... Kurz nach dem Abtauchen sehen wir einen grossen Manta. Dem schauen wir sehr lange zu, wie er um uns und über uns seine Kreise zieht. Einfach der Wahnsinn! Und da gesellt sich noch ein zweiter grosser Manta dazu, und zwar ein schwarzer. Diese gibt es nicht so oft zu sehen, es ist eine seltene melanistische Variante. Wir bleiben lange und können uns nicht satt sehen, wie diese sanften Riesen über uns hinweg «fliegen».

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Doch langsam tauchen wir weiter und bestaunen die wundervollen Korallen und vielen Fische. Dabei huscht immer mal wieder ein Manta über uns hinweg. Was für ein schönes Erlebnis.

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Nach dem Auftauchen beschliessen wir, dass das unser letzter Tauchgang war, bevor wir hier weg gehen. Wir sind fulminant mit Delfinen gestartet, haben eine brillante weisse Wand gesehen und schliessen mit diesen Giganten ein unvergessliches Erlebnis ab. Wie heisst es so schön, man soll aufhören, wenn es am schönsten ist...

Abschied

Natürlich holt uns meerla immer wieder auf den Boden der Tatsachen zurück und muss gewartet werden. Unsere Wasserpumpe macht zum x-ten Mal Probleme und nach 7 Jahren unzählige Liter Wasser pumpen entlassen wir sie in den Ruhestand. Es kommt eine gebrauchte, identische von der Sawadiva in den Einsatz – danke Erwin!

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Und bevor wir uns in kürze von dieser Bucht verabschieden, nutzen wir noch das schöne, windarme Wetter, um die Drohne steigen zu lassen. Mit den Bildern aus der Luft werden die Riffe erst so richtig deutlich, was von der Wasserhöhe aus nicht so erkennbar ist. Ein Wechsel der Perspektive ist immer mal interessant...

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Und ein grundsätzlicher Wechsel steht uns nun bevor, denn es heisst Abschied nehmen von diesem wundervollen Ort, von Roland, der uns an die schönen Tauchplätze geführt hat und von unserem Buddy-Boat der Calisto mit Erika und Jürgen. Ein richtig harter Abschied, denn es waren unglaublich phantastische und unterhaltsame drei Wochen, die wir hier verbringen durften.

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Wir machen uns auf den Weg in Richtung Denarau, zum Auswassern und blicken wehmütig in die Viani Bay zurück. Gibt es ein Wiedersehen mit Calisto? Mit Erika und Jürgen? Mit Roland und dem Rainbow Reef?

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