The highest peak of Bonaire!

The highest peak of Bonaire!

Blauwasserleben, Landausflüge, Bonaire, Sint Eustatius und Saba
Wir fahren in den Washington-Slagbaai-Nationalpark und besteigen den höchsten Berg von Bonaire.

Verschlafen

Als wir aufwachen, ist es schon kurz vor 9Uhr, wir merken, dass wir verschlafen haben. Hat der Wecker geklingelt? Wir wissen es nicht, ändert auch nichts, wir wollen los. Der Nationalpark ruft. Essen und alles für den Tag einpacken und los geht es. Mit dem Dinghi zum Auto welches wir bei der Harbour Village Marina parkiert hatten und ab Richtung Park. Da wir mit dem «kleinen» Auto schon bei der Einfahrt zum Park waren kennen wir den Weg gut und sind schnell dort. Doch es ist schon kurz vor 11Uhr.

Ab ins Abenteuer

Wir zeigen dem Ranger am Eingang zum Park unsere STINAPA Nature Fee Tags, mit welchen wir gratis in den Park kommen, und erhalten vom Ranger einen kleinen Überblick über den Park. Es sind noch nicht alle Strassen offen wegen des vielen Regens der letzten Wochen. Kein Problem für uns, wir wollen heute erstmal auf die kleine Runde und die ist ohne Einschränkungen befahrbar. Dann fragt uns der Ranger: Wo wollt ihr hin? Heute erstmal auf den höchsten Berg von Bonaire! Er schüttelt den Kopf und meint: Viel zu warm um diese Tageszeit. Zurück beim Auto geht die Fahrt los ins Abendteuer Nationalpark.

Auf staubiger Piste zum Brandaris

Überrascht, wie gut die Strassen im Park in Schuss sind, geht die Fahrt zügig voran. Schnell merken wir, dass dies nur am Anfang so ist. Je weiter wir kommen umso holpriger und löchriger wird der Weg.

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Die langsame Fahrt hat auch seine Vorteile, so sehen wir einen Warawara im Gebüsch am Strassenrand sitzen. Der Warawara ist ein Geierfalke und ernährt sich unter anderem auch von Aas welches er am Boden findet. Es sind wunderschöne Tier welche wir bis heute nur von Weitem gesehen haben.

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Wir holpern weiter über den staubigen Weg und sind kurz vor 11:30 Uhr beim Parkplatz von wo der Weg zum Gipfel des Brandaris startet. Runter mit den bequemen Flip-Flops und rein in unsere Trekking Schuhe. Es ist immer wieder ein komisches Gefühl geschlossene Schuhe und Socken zu tragen.

Der Gipfel ruft

Ein gelber Stein weist uns den Weg und wir wandern auf dem breiten, gut gepflegten Pfad. Doch es wäre nicht Bonaire, wenn das so bleiben würde.

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Nach wenigen Metern wird der Pfad immer schmaler, überwachsener und ist nicht mehr deutlich sichtbar. Doch es kommen uns Leute entgegen so dass wir immer wieder leicht den richtigen Weg finden.

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Wir filmen und fotografieren und werden dabei von einem holländischen Paar überholt. Nicht schlecht für Flachländer, oder stimmt was nicht mit unserer Kondition?

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Wir laufen weiter den Berg hinauf und kommen dabei an windschiefen Bäumen vorbei. Man sieht ihnen die Hauptwindrichtung genau an. An der ersten steileren Kletterpartie treffen wir auf die Frau von dem holländischen Paar. Sie erklärt uns, dass sie ein Problem mit der Höhe hat, und ihr Freund darum ohne sie weiter ist.

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Ganz wohl ist mir hier auch nicht mehr. Doch wir klettern weiter und kommen nach einer Stunde auf dem Gipfel an. Von 0 auf 241 Meter über Meer, nicht schlecht.

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Meine Muskeln in den Oberschenkeln brennen schon. Mit der Kondition ist es wohl wirklich nicht mehr so weit her. Ich lege mich kurz hin und verschnaufe erstmal ein wenig.

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Die Aussicht ist Überwältigend wir sehen über die ganze Insel. Ein Selfie vom gelungenen Aufstieg muss her und ein Bild von Nelly und dem Gipfelstein.

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Wir essen ein paar von den mitgebrachten Trauben und füllen so unsere Energiereserven etwas auf. In der Ferne sehen wir Regen näherkommen.bonaire-mietauto-tag-2-aussicht-salzpfannen

Um nicht auf dem Gipfel in den Regen zu kommen machen wir uns wieder auf den Rückweg. Dabei entdeckt Nelly einen Vermessungspunkt von 1953 von der Inter-American Geodetic Survey.

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Wir machen ein paar Fotos davon und klettern anschliessend weiter den Berg runter. Zurück beim Auto sind wir froh uns endlich wieder von den geschlossenen Schuhen befreien zu können.

Put Bronswinkel

Wir fahren weiter zum Put Bronswinkel, einer von zwei Quellen auf Bonaire, die ganzjährig Wasser führen. Es ist ein kleiner Spaziergang vom Auto bis zur Quelle wo es einen kleinen Weiher von vielleicht 4m3 hat.

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Viele Vögel soll es hier haben, wir sehen allerdings nur einen Tauben ähnlichen Vogel. Zwischen den Bäumen hört man das wilde Summen von Bienen und an den Bäumen hängt lustig aussehendes Kugelmoos. Dank dem Wasser hat es auch viele Moskitos und wir finden es nicht so gemütlich lange dort zu verweilen. Schnell gehen wir zurück zum Auto und setzen unsere Reise fort.

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Saliña Funchi und Saliña Wayaka

Dem Weg folgend kommen wir an der Saliña Funchi vorbei an die Küste. In der Ferne zeigen sich ein paar Flamingos. Das Meer ist heute sehr ruhig, ein ungewohnter Anblick. Wir fahren weiter und machen nach der Saliña Wayaka einen Halt. Wir schauen hinaus aufs Meer und sehen die gelben Bojen der Tauchplätze. Wo wollen wir Morgen hier tauchen gehen? Um das zu entscheiden werden wir wohl zu Hause auf der meerla einen Blick in den Tauchguide werfen müssen. In der Ferne erhaschen wir schon einen Blick auf unser letztes Ziel vom heutigen Tag, die Bucht von Slagbaai.

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Picknick bei Slagbaai

Wir fahren weiter an der kurvigen Küste entlang und schauen dabei immer wieder aufs Wasser. Magisch wie wir vom Wasser angezogen werden. Plötzlich scheint die Strasse nicht mehr weiter zu gehen. Wir biegen rechts ab und landen in einer Sackgasse. Macht nichts, wir sehen die Bucht von Slagbaai vor uns mit seinen gelben Gebäuden dem Meer auf der einen und den Salzsee auf der anderen Seite. Ich laufe das kurze Stück zurück und sehe das die Strasse schon weitergegangen wäre, sie geht einfach auf einem kurzen Stück ganz Steil hinunter. Zurück beim Auto setzen wir zurück und fahren die steile Rampe hinab und Parken neben all den anderen Pickups.

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Wir laufen an den Strand, und um die Gebäude, und schauen dem Flamingo im nahen Salzsee zu. Zum ersten Mal vermisse ich die Spiegelreflex mit ihrem guten Zoom um ein Foto zu machen. Wir klettern auf die nahen Klippen und schauen zu wie ein Mann wagemutig runterspringt. Wir haben keine Lust zu schwimmen und nehmen den gleichen Weg zurück. Wieder am Strand angekommen setzen wir uns hin und essen noch den Rest der Trauben und Kirschen.

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Wir lassen die Füsse hängen und geniessen es hier zu sein. Kurz vor 16Uhr ist es Zeit den Rückweg anzutreten, denn der Park schliesst um 17Uhr.

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Über kurvige Holperpisten geht es die Hügel rauf und runter Richtung Ausgang des Parks. Als wir durch das Tor fahren zeigt uns der Park Ranger an, dass er uns von der Liste gestrichen hat. Wir winken fröhlich zurück und machen uns auf den Weg nach Hause. Ein schöner Tag geht dem Ende entgegen...