Hiking Dos Pos und Dog ohne Ende

Hiking Dos Pos und Dog ohne Ende

Blauwasserleben, Landausflüge, Bonaire, Sint Eustatius und Saba
Was uns auf dem Wanderweg Dos Pos alles so sticht und der Abend mit Freunden und dem Dog

Wir packen Socken ein...

Es ist wieder einmal Sonntag und wir haben heute das Auto. Mit diesem Satz haben wir den letzten Bericht schon begonnen und er stimmt wieder! Auf unserem letzten Ausflug in den Norden sind wir ja sozusagen über die Karte bei Dos Pos gestolpert, wo wir gesehen haben, dass es Hiking Trails gibt. Die wollen wir uns natürlich nicht entgehen lassen und wählen für heute den Dos Pos Wanderweg.

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So fahren wir erneut auf der wunderschönen Küstenstrasse in Richtung Norden, an all den wunderbaren Tauchplätzen vorbei, bis wir beim Goto Meer ankommen, wo wir kurz einen Halt einlegen. Denn der Blick von hier auf diesen Salzwassersee mit den Inseln, Flamingos und Kakteen-Hügel im Hintergrund ist einfach schön. Wir geniessen auch einen Moment die Ruhe – haben wir auf dem Schiff doch beinahe permanent irgendwelche Geräusche, besonders das plätschern von Wasser entweder am Heck oder die Wellen an Land. Das ist zwar schön und wunderbar, doch dann fällt es uns eben auf, wenn es still ist. Obwohl, da sind ganz viele Vogelstimmen -pssst, wir lauschen... Über 100 Vogelarten soll es in dieser Region geben.

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Wir blicken in die Richtung, wo wir unseren Wanderweg vermuten und freuen uns auf die Bewegung und die hoffentlich schöne Sicht aufs Goto Meer.

So fahren wir weiter bis zum Dos Pos, wo wir unser Mietauto abstellen und die Trekkingschuhe anschnallen. Also erst mal Socken anziehen. Wie geht das? Das haben wir seit 8 Monaten nicht mehr gemacht und fühlt sich merkwürdig an. Dann pressen wir unsere Füsse in unsere Trekkingschuhe, doch bei mir sind die Schnürsenkel zu kurz um sie richtig zuzubinden. Meine geschwollenen Füsse müssen wohl zuerst ein paar Schritte gehen.

Wer findet zuerst den rosa Stein?

Wir werfen noch kurz einen Blick auf die Übersichtskarte, welche beim Parkplatz steht und laufen dann der Strasse entlang Richtung Goto Meer. Rasch stellen wir fest, dass rosarot bemalte Steine den Weg weisen, doch der Abzweiger nach rechts lässt auf sich warten. Kurz bevor wir am Wasser sind, sehen wir dann aber einen Weg, welcher mit rosa Steinen markiert ist und den nehmen wir.
Wir sind gespannt, wo uns dieser hinführt und was wir unterwegs alles sehen werden.

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Ungefähr die erste halbe Stunde geht es auf einem schmalen Pfad den Hügel hoch. Um uns herum sehr viele Kakteen und Gebüsch. Das permanente Rascheln von sich davonschleichenden Echsen begleitet uns auf dem ganzen Weg. Wir sehen auch viele Vögel, unter anderem Warawara's.

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Als der Weg oben etwas abflacht, haben wir immer wieder schöne Blicke aufs Goto Meer und sehen auch im Südwesten bis aufs Meer.

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Es ziehen immer mehr Wolken auf aber es bleibt trocken. Die Wolken sind eigentlich ganz angenehm, denn bei vollem Sonnenschein würden wir es kaum aushalten. Wir schwitzen so schon unglaublich viel und müssen immer mal wieder einen Halt einlegen um zu trinken. Dafür gibt es am Wegrand nett gemachte Bänke um sich hin zu setzen, leider sind diese meist in der Sonne.

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bonaire-hiking-DP-wanderweg-nelly

Alles sticht

So langsam geht der Weg wieder etwas nach unten und wir gelangen in eine Art Flussbett. Doch das ist trocken und nach wenigen Metern zweigt der Pfad auch wieder nach links ab und aus dem Flussbett heraus.

Beinahe alles um uns herum sticht. Viele Pflanzen hier auf der Insel wehren sich, indem sie Stacheln haben. So kommen wir keinesfalls auf die Idee vom Weg abzuweichen. Und wenn ich mich bücke um unter einem Gebüsch durchzukommen, bleibe ich prompt mit dem Kopftuch hängen. Oder beim Fotografieren achte ich gerade für eine Sekunde nicht auf den Weg und Schwupps, da steckt ein halber Kaktus in meinen Schuhsolen. Doch Allan richtet das und zieht die Stacheln wieder heraus....

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Die Kakteen können hier schon sehr ansehnliche Dimensionen erreichen. Und die, die abgestorben sind, hinterlassen eine Art Holz. Das sehen wir auch gut bei abgebrochenen «Armen», wenn wir ins Innere blicken können.

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Gegen Ende des Weges kommen wir auf einen breiten Weg, der wohl auch eine Zufahrt zu einem sehr abgelegenen Wohnhaus ist. Hier kommen wir zügig voran und geniessen es, dass wir unsere Beine wiedermal so richtig bewegen. Was wird uns wohl morgen alles wehtun?

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Und so erreichen wir die Strasse, welche nach Rincon führt und die wir nun Richtung Dos Pos zurück laufen. Dabei stellen wir fest, dass der Weg wohl in die andere Gehrichtung geplant wurde, denn im Gegenuhrzeigersinn sind die rosa Steine logischer und sichtbarer platziert.
Egal, wir sind nach anderthalb Stunden beim Auto zurück und es hat uns wunderbar gefallen und auch sehr gutgetan. Aber jetzt lassen wir unsere Füsse raus aus ihrem Gefängnis – aahhhh tut das gut, wieder Barfuss zu sein!

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Brändi Dog - Fieber

Corona führt wohl dazu, dass die reisenden definitiv nicht Eile mit Weile unterwegs sind. Liegen wir doch seit 8 Monaten hier in Bonaire und können nicht eilen, sondern nur weilen. Doch wer kenn das Spiel nicht? Wir jedenfalls spielen seit ein paar Wochen regelmässig mit der Crew der Anixi «Brändi Dog», was dem Spiel «Eile mit Weile» nahekommt und anstelle von Würfel auf eigene Art Karten eingesetzt werden um voran zu kommen. Wir jedenfalls lieben das Spiel und sind happy, dass Anixi eines mitführt, da wir leider noch keines besitzen. Aber – was nicht ist, kann ja noch werden, Weihnachten steht vor der Tür 😉.

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Wir haben gestern schon die Lasagne vorbereitet, so dass wir nach unserer kleinen Wanderung mit anschliessendem Bad von der meerla aus, diese nur noch in den Ofen schieben können. Schon bald kommen Nora und Hacko von der Anixi im Dinghi angetuckert und wir stärken uns mit Lasagne, um möglichst bald mit der ersten Spielrunde loslegen zu können.

Die Teams sind Nora und Allan gegen Hacko und Nelly. Los geht's und es gibt keine Gnade. Da wird taktisch gespielt und die Gegner nach Hause geschickt oder strafversetzt, was das Zeug hält.

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Die erste runde geht an Hacko und Nelly. Jetzt ist es Zeit für das leckere Dessert von Nora, damit wir für die nächste Runde gestärkt sind. Diese Runde geht an Nora und Allan. Und wir starten gleich noch eine Runde und so geht ein wunderbarer Tag hier auf Bonaire zu Ende.