Von Porto nach Cascais und in die Schweiz

Von Porto nach Cascais und in die Schweiz

Blauwasserleben, Segeln, Portugal
Wir segeln von Leixões weiter nach Cascais und fliegen von Lissabon für eine Woche in die Schweiz.

Abschied vom Portwein

Wir nehmen Abschied von der Region Porto und dem Hafen von Leixões, wo es uns sehr gut gefallen hat, bis auf den vielen Müll im Wasser im Hafen. Die letzte Nacht verbringen wir am Anker vor der Marina um uns wieder an die Bewegungen auf dem Schiff zu gewöhnen. Zum Sonnenaufgang starten wir am nächsten Tag unsere Reise entlang der portugiesischen Küste Richtung Süden.

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Segel setzen

Die ersten Meilen legen wir unter Motor zurück, doch dann kommt der Wind! Endlich können wir Segel setzen. Es ist ein nahezu perfekter Segel Tag mit 10-20kn Wind, Sonne pur, langgezogener 2m Dünung und mehrfacher Begleitung von Delfinen.

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Essen lenkt ab

Beim Mittagessen ist offenbar der Fokus mehr auf die Nahrung gerichtet, als auf die Umgebung. Prompt treffen wir genau auf eine Fischerboje, die dann an unseren Rudern hängen bleibt. Sofort verringern wir die Fahrt und Allan kann sie zum Glück, mit dem Bootshaken, rasch abstreifen. Wir installieren unsere Action-Cam am Bootshaken und machen eine Videoanalyse von den beiden Rudern. Nichts ist passiert, aber wir sind ab jetzt wieder aufmerksamer.

Fahrt in die Nacht

Für die Nacht reffen wir das Grosssegel und beginnen mit unserem Wachrhythmus. Es wird sehr rasch neblig und die Luft ist so feucht, dass es sich wie Nieselregen anfühlt - nicht schön um Nachtwache zu halten. Daher wechseln wir uns häufiger ab als sonst und als wir in den frühen Morgenstunden kaum noch Sicht haben, und das Radar sich nicht mehr starten lässt, sind wir beide auf der Wache. Aufmerksam starren wir in die graue Umgebung und können vereinzelt Fischerboote erkennen, die unseren Weg kreuzen.

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Von der Portugiesischen Küste sehen wir leider gar nichts, auch der westlichste Punkt vom europäischen Festland zieht an uns vorbei, ohne dass wir etwas sehen. Erst unmittelbar vor Cascais beginnt sich der Nebel zu lichten. Hier bläst der Wind dafür ordentlich mit über 30Kn und wir legen die letzten Meilen unter Motor zurück. Nach über 31 Stunden unterwegs fällt der Anker vor der Marina Cascais. Nach einem freundlichen Gespräch mit der Marina verlegen wir uns kurz darauf in die Marina. Wir benötigen die Unterstützung der netten Hafencrew, denn wir müssen mit über 25Kn Seitenwind in eine enge Lücke parkieren - nicht ganz einfach.

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Ausruhen und Planen

Jetzt erst mal erholen von den Strapazen dieses Abschnitts. Am nächsten Tag heisst es die Reise in die Schweiz planen. Ein Flug will gebucht sein und ein Taxi organisiert wo uns sooo früh zum Flughafen fährt. Letzteres organisiert Allan über Uber, zum ersten Mal wohlgemerkt, und wir hoffen, dass es auch klappt.

Das Schiff wir gründlich mit Süsswasser gespült und nochmals kontrolliert, dass es auch sicher vertäut ist. Alles passt, jetzt können wir beruhigt eine Woche in die Schweiz reisen. Schnell noch eine Tasche mit den nötigsten Dingen packen, die wir für diese Reise benötigen. Noch eine kurze Nacht, und schon ist das Auto da, wo uns zum Flughafen von Lissabon bringt.

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Mit easyJet fliegen wir nach Basel. Es ist ein angenehmer, ereignisloser Flug, so dass wir ziemlich entspannt ankommen. Das im Vorfeld reservierte Auto steht bereit, so sind wir die Woche flexibel. Nach so langer Zeit wieder auf einer Schweizer Autobahn unterwegs sein ist total verrückt. Sind wir doch völlig entschleunigt und finden schon die Geschwindigkeit innerorts viel zu schnell.

Nelly's Grossvater, der das stolze Alter von 99 Jahren erreicht hat, ist eine Woche zuvor gestorben und für uns ist das schön, dass wir an der Abschiedsfeier teilhaben können.

Die berühmte Schweizer Bürokratie

Damit wir nun endlich alles geregelt haben, müssen wir in der Schweiz einige Behördengänge absolvieren und viel Papierkram erledigen. Daneben bleibt uns leider nur wenig Zeit für Besuch bei Familie und Freunden. Wir hätten gerne noch viele weitere Leute besucht, doch dafür hat die Woche nicht gereicht - schade.

Verfrühte Weihnachten

Ein Tag unserer Woche war wie Weihnachten, wir konnten ganz viele Pakete öffnen mit Dingen fürs Schiff und uns. Von Yachtzubehörteilen über Elektronik bis zu Lebensmitteln. So fliegen wir mit zwei schweren Gepäckstücken zurück nach Cascais und sind sehr happy wieder auf unserer meerla zu sein. Es war sehr schön in der Schweiz und einige Abschiede fielen uns nicht leicht, doch unser Zuhause ist einfach hier...

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