Abtauchen und Abschalten!

Abtauchen und Abschalten!

Tauchen, Malediven
Wir besuchen die Unterwasserwelt um Eriyadu und geniessen das maledivische Leben als Touristen.

Wie wir rasch entschleunigt werden - Ferien auf Eriyadu

Nebst dem, dass wir auch mal Ferien brauchen, unsere Erfahrung beim Tauchen ausbauen möchten, dem günstigen Eurokurs und anlässlich dem bevorstehenden runden Geburtstag von Allan, reisen wir anfangs April wieder auf die Malediven.

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Die Anreise beginnt in Zürich mit kräftiger Verspätung, da der Flieger defekt ist und ein anderer zum Einsatz kommen muss. Danach folgt auch in Frankfurt Verspätung, wodurch in Male eine lange Wartezeit auf das Speedboat entsteht und zu guter Letzt mitten im Nordmale Atoll dessen Motor ausfällt. Dieser Weg "entschleunigt" uns dadurch in kürzester Zeit und es tut gut zu spüren, dass wir diese Verspätungen und Ausfälle total gelassen nehmen können! Nicht so wie andere Reisende, die schon mit einem dicken Hals auf der Insel ankommen… Und zum Glück haben wir immer eine Badehose im Handgepäck.

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Eriyadu - ein Juwel im Ozean

Die Insel Eriyadu ist eine kleine Insel im Nordwesten vom Nordmale Atoll. Sie hat ca. 60 Bungalows und ist für eine Touristeninsel relativ ursprünglich. Wir beziehen einen noch nicht renovierten Bungalow auf der Nord-Ost-Seite der Insel.

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Nach einem kurzen 1. Bad in der Lagune und einem Rundgang um die Insel, sagen wir im Euro Divers Tauchcenter hallo. Bereits am nächsten Morgen können wir den Checkdive vornehmen und sind danach sehr gespannt auf das viel gelobte Haus Riff.
Der erste Hausrifftauchgang ist zwar gut, aber trotzdem bleibt ein fahler Beigeschmack - ist das alles? Sind wir zu verwöhnt vom letzten Jahr oder haben wir einfach den falschen Zeitpunkt erwischt?

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Sofort wieder im maledivischen Leben drin - natürlich als Tourist und Taucher, gehen wir auf die Bootstauchgänge mit und saugen die Unterwasserwelt in uns auf. Auch hier stellt sich die absolute Begeisterung nicht ein, es sind einfache, schöne Tauchgänge aber keine spektakulären Tier-Sichtungen. So stellen wir bald fest, dass wir tatsächlich sehr verwöhnt sind vom letzten Jahr! Wir schrauben also unsere Erwartungen herunter und können ab dann die Tauchgänge viel besser geniessen und erfreuen uns umso mehr, wenn wir dann doch mal ein Manta oder einen grösseren Riff Hai oder die vielen Adlerrochen sehen.

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Die weiteren Hausrifftauchgänge, das Schnorcheln am Haus Riff, sowie die Blicke ins Wasser vom Jetty oder der Barterrasse aus, zeigen uns allmählich, dass dies wirklich ein beeindruckendes Haus Riff ist, was die Vielfältigkeit der Meeresbewohner betrifft! Wir sehen nebst den vielen bunten Fischen und schönen Korallen einige Schildkröten, kleine und grosse Stechrochen, kleine Adlerrochen, kleine bis mittlere Riff Haie unter anderem grosse Ammenhaie, kleine Schwärme Calamares, ausgewachsene Dickkopfmakrelen, hübsche Plattwürmer, schlafende Kugelfische auf den Tonnenbezeichnungen der Riff-Ein- und -Ausgängen… Der war so süss, vor lauter Grinsen hat es mir glatt die Tauchermaske gefüllt :-) Es ist also doch ein sehr schönes Haus Riff!

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Zu Beginn der Ferien machen wir noch den Nitroxkurs, so dass wir nach wenigen Tauchgängen darauf umsteigen und so deutlich weniger müde sind. Auch wenn wir trotzdem manchmal im Liegestuhl einschlafen ;-)

Die Insel selbst gefällt uns sehr gut, wir geniessen das Essen, die Eiskaffees bei wunderschönen Sonnenuntergängen, das Baden im warmen Wasser, das Lesen am Strand, natürlich das super Wetter, die Sonne, Wärme und feuchte Luft. Auf das nächtliche gekrabble auf den Beinen von den Kakerlaken und die anschliessende Jagd nach ihnen sowie die vielen Stechmücken könnten wir auch verzichten.

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Aussicht, wie es bei uns in wenigen Jahren aussehen kann

Anfangs 2. Ferienwoche tauchen 5 Segelyachten am Horizont auf, die bei uns Spekulationen auslösen, ob das Touristenboote oder Weltenbummler sind. Jedenfalls macht es uns sehr "gluschtig" und wir stellen uns vor, dass dies bei uns in einigen Jahren so aussehen wird. Durch Reni erfahren wir dann im Nachhinein, dass Sailing Totem bei diesem Konvoi dabei war… also doch Weltumsegler.

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Nach 2 Wochen, die allzu rasch vorbei fliegen, kehren wir erholt, glücklich und mit vielen neuen Eindrücken in die Schweiz zurück. Die Malediven sind für uns einfach ein Paradies, es war herrlich und wir hoffen nicht das letzte Mal da gewesen zu sein.