Wart(ungsarbeit)en ohne Ende - Neuseeland

Wart(ungsarbeit)en ohne Ende - Neuseeland

2025, Blauwasserleben, Wartung, Technik, Energie, Navigation, Segel/Rigg, Neuseeland
Wartungsarbeiten und das Warten auf das richtige Wetterfenster sind in der Langfahrt nicht wegzudenken, si ...

Zuerst das Vergnügen, dann die Arbeit

Öh, heisst dieser Spruch eigentlich nicht umgekehrt? Naja, bei uns ist ja oft alles etwas anders...

Meerla hat auf dem Hard auf uns gewartet, während wir unseren wunderschönen, beeindruckenden Südinseltrip unter die Räder genommen haben. Doch dieses Vergnügen ist nun vorbei und es wartet die geduldige, lange To-Do-Liste auf uns. Für einige dieser Arbeiten benötigen wir Ersatzteile, die wir inzwischen bestellt haben und die in der Zwischenzeit eingetroffen sind. Also erstmal alles auspacken...

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Während unserer Abwesenheit wurde am Sail Drive die Dichtung zum Rumpf ersetzt, nicht etwa, weil sie undicht war, sondern weil wir lieber vorbeugen als «heilen» und gleichzeitig der Motor sowieso ausgebaut werden musste, da einmal mehr unsere Dämpferplatte kaputt war. Die «alte» war ja schon sagenhafte 1.5 Jahre alt!

Mit dem Schiff auf dem Trockenen stehen ist für uns nie lustig, daher setzen wir alles daran, möglichst rasch wieder ins Wasser zu kommen. Dazu gehört das Reinigen und Fetten des Propellers, alle Anoden säubern, die nicht gewechselt werden, die Ankerkette neu markieren und nicht zuletzt das Schwert wieder einbauen. Denn dieses und gezielte Stellen wie der Bug und die Ruder haben eine neue Antifouling Schicht erhalten. Beim Schwerteinbau verbessern wir die Lager, so dass das Schwert hoffentlich nicht mehr so viel Spiel hat und ungewollte Geräusche verursacht.

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Wir freuen uns, dass wir alles, was an Land getan werden muss bis am Freitag abgeschlossen ist und meerla wieder ins Wasser gelassen wird. Wir gönnen uns einen Hafenplatz, denn viele weitere Bootsarbeiten stehen an.

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Scheissjobs und andere Verstopfungen

Allan nimmt den geschmackvollsten Wartungspunkt gleich als erstes in die Hand – die Reinigung des Schwarzwassertankes. Wir ersparen euch hier alle Details, es ist erledigt und ich bin dankbar, dass Allan dies regelmässig macht!

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Doch halt, warum kann die Toilettenpumpe danach kaum bedient werden? Und warum bläht es den Schwarzwassertank auf?! Und ablaufen tut er gar nicht mehr! Da muss irgendwo etwas verstopft sein. Schnell findet Allan heraus, dass es am Borddurchlass an der Bordwand liegt, wo eben der Luftausgleich stattfinden sollte. Also heisst es alles abmontieren und der Ursache auf den Grund gehen. Wir finden ein absolut luftdicht zugemachtes Rohr vor! Wer war das? Welches Insekt hat hier einen perfekten Verschluss gebaut, der nicht mal mehr den leisesten Lufthauch durchlässt? Wir wissen es nicht...

Und wenn das eine Loch so zugemauert ist, was ist dann mit allen anderen? Wir testen die Weiteren von aussen und stellen fest, auch diese sind verschlossen. So bleibt uns nichts anderes übrig, als dass Allan in alle Schränke und engsten Winkel kriecht, um an die Auslässe heranzukommen, diese abzuschrauben, zu entstopfen und wieder zu montieren.

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In Zukunft kleben wir diese Auslässe bei langer Standzeit an Land wohl besser ab...

Allan muss nicht nur im Schiff Blut lassen, wenn er sich mal wieder an einer scharfen Alukannte verletzt, sondern auch im Labor. Seine anhaltenden Beschwerden mit dem Bauch wollen mal abgeklärt sein und so bleibt nur der Gang zum Arzt übrig. Heraus kommt nichts, ausser dass offenbar nichts ist, alle Blutmessungen ergeben gute Werte.

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Witterung

Unser Cockpittisch und die anderen Teakholzteile rund ums Cockpit bedürfen mal wieder einer liebevollen Behandlung. Ich reinige alles Holz, schleife es wo nötig etwas an und streiche es erneut mehrfach mit Teak Öl ein. Das dauert alles seine Zeit, sind die Arbeiten doch stark vom Wetter abhängig, weil sie draussen stattfinden. Aber am Ende ist es einfach herrlich, wenn der Tisch und der Niedergang wieder fast wie Neu aussehen!

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Vor längerer Zeit ging ein Fussschalter für die Ankerwinsch defekt und wir haben uns letztes Jahr mit einer Fernbedienung, die in der Segellast montiert ist, beholfen. Denn das gleiche Modell des bestehenden Schalters gibt es nicht mehr zu kaufen. Doch so richtig komfortabel ist diese Lösung dann doch nicht. Jetzt haben wir eine neue Version gefunden, die zwar viel grösser, aber immerhin noch mit dem Loch im Aluminium kompatibel ist. Nur die Schraubenlöcher im GFK müssen verschlossen und angepasst werden. Diese Fussschalter zu ersetzten ist heute unser Ziel und wir sind happy, als am Ende des Tages alles montiert, abgedichtet und funktional ist.

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Noch haben wir unser Auto und das nutzen wir für einen Grosseinkauf. Ist es doch unser Ziel, ab Mai, für die Überfahrt nach Fidschi bereit zu sein. Und dafür werkeln wir sehr viel auf dem Schiff, bis Mitte April die Vorhersage kommt, dass uns ein Zyklon treffen wird! Wirklich? in Neuseeland? Wir können das kaum glauben und verfolgen die Wetterprognosen nun sehr genau. Nach wenigen Tagen wird aus dem Tiefdruckgebiet der Zyklon mit dem Namen Tam, der von Vanuatu den Kurs nach Neuseeland nimmt. Wir sehen zum Glück bald, dass er nicht die Kraft haben wird, Neuseeland als Zyklon zu erreichen, doch auch ein ausgewachsener Sturm ist nicht lustig. So erreichen uns am 17. April Windgeschwindigkeiten bis zu 50 Knoten im geschützten Hafen von Opua. Wir haben meerla entsprechend dafür vorbereitet, das Bimini zurückgebunden, das Deck frei gemacht und überstehen diesen tropischen Sturm mit sehr viel Regen ohne Probleme.

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Uns fällt die Decke nicht auf den Kopf

Das schöne Wetter kommt bald wieder zurück und wir geniessen nebst den Schiffsarbeiten unseren Osterbrunch. Doch schon geht es weiter, in der Bugkoje kommt die ganze Decke herunter, denn wir wollen den gerissenen Luken Rahmen ersetzen. Diese Gelegenheit nutzen wir natürlich, um gleich darunter gründlich zu putzen.

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Mit dem Deckenspiel geht es weiter. Die Decke in der Gästekoje kommt ebenfalls herunter, denn wir wollen oben an den Motor der Elektrowinsch herankommen, um dieser eine Fernbedienung zu verpassen. Ihr fragt euch jetzt sicherlich warum. Aber wir haben uns gefragt, wie in einem hoffentlich nie eintretenden Notfall, soll einer von uns den anderen an Bord holen, falls der mal über Bord gehen würde? An einem Fall hochziehen – ja, schön und gut. Dafür müssten wir aber im Cockpit die Winsch bedienen und könnten die Person nicht unter Kontrolle halten. Die Fernbedienung hält uns mehr Möglichkeiten offen.

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Und wenn wir schon beim Thema sind – Unfälle vermeiden steht schliesslich an oberster Stelle. So gehen wir das Projekt an, unsere Stufen beim Niedergang wieder rutschsicher zu machen. Denn die Antirutschstreifen haben sich teilweise gelöst und geben uns so keinen Halt mehr. Wir entfernen alle Überresten der alten Streifen, was wegen dessen hartnäckigen Leimspuren sehr mühsam ist, und bestücken die Stufen mit neuen Antirutschbändern. Tataa, auch das macht wieder einen Hübschen Anblick, dass meerla glänzen kann.

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Happy Birthday meerla! Wir feiern bereits sechs Jahre Leben an Bord unserer meerla. Und das machen wir natürlich standesgemäss mit einer selbstgemachten Schwarzwälder Torte. Wir freuen uns zu diesem Anlass heute Susanne zu Besuch zu haben und ihren abenteuerlichen Geschichten ihrer Weltumsegelungen lauschen zu dürfen.

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Und zur Feier des Tages gibt es zum Abendessen ein leckere Fondue, denn der Herbst und die Kälte haben in Neuseeland Einzug gehalten.

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Nach diesem Feiertag geht es weiter mit all unseren Bootsprojekten. An der Badeplattform muss die Fuge neu gemacht werden, nachdem sich der Kork gelöst hat und wir diesen wieder angeklebt haben. Unser Bimini, das am zerfallen ist, wird geklebt, gereinigt und genäht. Der neue Kartenplotter ist endlich eingetroffen und wird ersetzt.

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Da wir von unten an die Klemmblöcke neben dem Niedergang herankommen müssen, muss einmal mehr eine Decke herunter. Dieses Mal im gesamten Salon. Wir ersetzen das Innenleben der Grossfallklemme und möchten noch an der Seitenführung des Genuaholepunktes eine Öse montieren. Dies scheitert allerdings, nachdem wir die Decke unten haben und sehen, wie der Decksaufbau darunter aussieht, daran, dass wir an unser gewünschten Stelle kein Loch ins Schiff bohren möchten. Dafür können wir den defekten Luken Rahmen der Küche erfolgreich durch einen neuen ersetzen. Auch möchten wir die Umlenkrollen der Leinen auf Deck wieder besser gängig machen und auch dafür müssen wir im Salon unter der Decke an die Schrauben herankommen. Das alles können wir nicht an einem Tag erledigen und so ist es für wenige Tage sehr ungemütlich im Schiffsinneren. Natürlich ergreifen wir auch hier die Gelegenheit, unter der Decke eine gründliche Reinigung durchzuführen, bevor alle Deckenplatten wieder nach oben an ihren Platz kommen. Zur Feier dieses Deckenmarathons gönnen wir uns in Paihia ein leckeres Frappé.

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Knoten im Magen

Natürlich steht unsere Computerarbeit in dieser Zeit auch nicht still. Und wir erhalten noch weitere Pakete, wie die neuen Gewürzgläser und den Garantieaustausch der Headsets.

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Und da ist es, das gute Wetterfenster um nach Fidschi zu kommen steht in Aussicht! Doch sind wir bereit? Wenn wir daran denken, in den nächsten 2-3 Tage hier loszusegeln, wird uns ganz flau im Magen. Wir müssen doch noch so viel erledigen und warten eigentlich noch auf ein letztes Paket aus Europa, das aber den Absprung irgendwie nicht schafft. Unser Auto ist noch nicht verkauft, ein letzter Grosseinkauf müsste gemacht werden, meerla hochseetauglich aufgeräumt, und die Voranmeldung für Fidschi erledigt werden. Ganz ehrlich? Wir sind einfach nicht bereit! Das können wir nicht beschönigen und alles in dieser kurzen Zeit hinzuhetzen ist nicht unser Stil. Der Knoten im Bauch wird immer grösser, bis nach langem hin und her wir uns einfach eingestehen müssen, dass wir dieses Wetterfenster sausen lassen. Puh, was für eine Wohltat, diese Entscheidung, da löst sich der Knoten doch gleich auf. Hoffentlich müssen wir das nicht bereuen und es kommt bald ein nächstes Wetterfenster.

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Diese Situation hat uns aber gezeigt, dass wir unsere Prioritäten so setzen müssen, dass wir auch tatsächlich abfahrtsbereit werden, so dass das nächste Wetterfenster kein Bauchweh mehr auslöst. Also schreiben wir das Auto zum Verkauf aus und checken alle unsere Schäkel, Rollen, die Funktion des Spibaumes und richten die verklebten Spione in den Vorsegel. Doch halt, was hört sich beim aus- und aufrollen der Fock so merkwürdig an? Eine nicht funktionierende Rollanlage oder gar ein Problem mit dem Kutterfockstag wäre auf See gar nicht gut. Also heisst es Segel herunternehmen und die ganze Rollanlage so zerlegen, dass wir einen möglichen Fehler finden oder zumindest checken können, dass alles in Ordnung ist. Und da meldet er sich wieder, dieser Knoten. Werden wir auf ein grosses Problem stossen, das unsere Abfahrt klar verhindert? Wir gehen die Arbeiten an und nach gründlicher Prüfung und Reinigung setzen wir alles wieder zusammen und sind froh, dass wir nichts gefunden haben, das einer Reparatur bedarf. So ist einfach ein weiterer langer Arbeitstag dazugekommen, aber nichts, was uns an einer Abfahrt hindern könnte. Tschüss Knoten.

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Ab und an lassen wir den Generator laufen und der schnurrt und schnurrt, doch plötzlich geht er aus! Wir schauen uns beide an – öh, das hat er noch nie gemacht. Wir versuchen der Sache auf den Grund zu gehen und stellen schnell fest, dass er keinen Diesel mehr bekommt. Also wird der Dieselvorfilter und die Dieselpumpe geprüft. Im Filter sehen wir ganz kleine dunkle Punkte – Dieselpest? Puh, es dauert nur eine Sekunde und mein Knoten im Magen ist wieder da. Sofort schwirren mir unschöne Szenarien im Kopf herum, was das zu bedeuten hätte. Es ist ja nicht gerade so, dass so ein Dieseltank ganz bequem zugänglich ist zum Reinigen, dazu kommt, dass er mit 600 Liter Diesel gefüllt ist. Wenn dieses Szenario wirklich zutrifft, dann verzögert sich unsere Abfahrt aber definitiv. Die Gedanken kreisen und wir hoffen, dass alles nur ganz harmlos ist. Wir ziehen einen Profi dazu, der schnell erkennt, dass die Dieselpumpe defekt ist. Was meint er zum Thema Dieselpest? Er schaut sich die Vorfilter von Generator und Motor an und kann nichts erkennen. Die schwarzen Punkte sind ein wenig Gummi vom Austausch des Filters. Puhhh – Allan kann wahrscheinlich hören, wie sich mein Knoten im Magen in Luft auflöst. Zwei Tage später ist die neue Pumpe eingebaut und der Generator schnurrt wieder.

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Warten auf das übernächste Wochenende

Unserer Abfahrt kommen wir in kleinen Schritten immer näher. Wir haben einen Käufer für unser Auto gefunden und sind nun wunschlos glücklich – der Toyota Wish ist verkauft! Tschüss, du hast uns über 15'000 km wohlbehalten durch Neuseeland kutschiert.

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Wir bleiben weiterhin in Bewegung, machen unser Schiffsyoga beim Putzen oder Installieren von Geräten, denn es ist sau kalt geworden. Am Morgen brauchen wir inzwischen regelmässig unsere Heizung, doch die springt mangels Spannung unter Last meistens nicht an. Eine schnelle, unkomplizierte Abhilfe schafft da ein Netzteil, das die Spannung hochhält und das richtet Allan ein.

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Da die Heizung aber auch Diesel verbrennt, füllen wir unseren Tank auf, so dass wir nun Ende Mai wirklich für die Abfahrt bereit sind, das Dinghi ist auf Deck verzurrt und alles ist bereit. Auch wir, mental – ohne Knoten im Bauch! Jetzt muss nur noch das richtige Wetterfenster kommen. Und genau das ist auch in der Marina unter den wartenden Booten das grosse Thema. Denn dieses Jahr gestaltet sich das Wetter schwierig. Ist es doch üblich, dass ungefähr alle zwei Wochen ein passables Wetterfenster entsteht, gibt es dieses Jahr kaum ein einziges. Und wenn wir dann von Schiffen hören, die in Fidschi angekommen sind, sprechen sie von einer schwierigen Überfahrt mit viel Wind und hohen Wellen. Das ist aber nicht das, was wir mögen und so heisst es weiterhin warten und intensiv das Wetter studieren.

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Um den 1. Juni kündigt sich ein Wetterfenster an und wir stehen in den Abfahrts-Startlöchern und melden uns für den Ausklarierungstermin an. Doch zwei Tage vor Abfahrt zeigt sich bereits, dass ein Tief in unserer Passage am Entstehen ist und so melden wir den Termin wieder ab. Der «letzte» Spaziergang in Neuseeland war offenbar doch noch nicht der letzte...

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Wir haben also Zeit für weitere Arbeiten, kleine Spaziergänge und nebenbei verfolgen wir verwundert den etwas speziellen Hausbau in der Marina. Denn hier werden Teile von alten Häusern, die eigentlich am zerfallen und gammlig sind, mit grossen Spezialtransportern angeliefert und mit dem Lastwagen in Position gebracht. Wenn das Skelett dann steht, wird das meiste davon abgerissen und neu aufgebaut. Was ist der Sinn dieser Sache? Wir verstehen es nicht und sind einfach nur perplex.

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Nach weiteren zwei Wochen warten sehen die Prognosen für den kommenden Samstag gut aus für eine Überfahrt. Schnell ist der nächste Ausklarierungstermin gebucht, die letzte Wäsche erledigt und der Überfahrtskuchen gebacken. Wir sind bereit für morgen! Doch die Wettervorhersage, die abends neu herausgegeben wird, lässt mich schon erahnen, dass es wieder nichts wird. Auch wenn dies die anderen Segler, die auch morgen starten wollen, noch nicht so sehen. Zum Glück ist dann die Morgen-Prognose eindeutig, dass für uns einen Start nicht in Frage kommt. Erneut zieht eine Störung durch, in die wir nicht geraten wollen, wir haben keine Lust auf heftige Waschmaschinen-Bedingungen.

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Es ist Mitte Juni und wir sitzen immer noch in Neuseeland fest! Eigentlich wollten wir schon lange in Fidschi sein, erwarten wir dort doch in nur drei Wochen unseren Besuch! Schaffen wir das noch? Immerhin werden wir knapp 10 Tage unterwegs sein. Was, wenn wir das nicht schaffen? Zudem wird unsere Saison in den Tropen immer kürzer und in Neuseeland die Temperaturen immer kälter. Wir finden es überhaupt nicht lustig und gehen kurzentschlossen zusammen mit Doris und Wolf von der Nomad, nach Russell. Auch sie sind frustriert, denn auch sie wollten starten und haben das Unterfangen abgebrochen. So schlendern wir etwas durch den Ort, und gönnen uns eine heisse Schokolade im netten Caffè.

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Frisch gestärkt und den Kopf von den frustrierenden Wetterprognosen gelüftet, nehmen wir den wundervollen Wanderweg nach Okiato unter unsere Füsse. Die Wanderung zieht sich erstaunlich dahin, tut aber unendlich gut. In Okiato setzen wir mit der Fähre nach Opua über und sind nach einem schönen, anstrengenden Tag mit wunderbarer Gesellschaft wieder auf meerla zurück.

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Wann kommt unser «letzter» Spaziergang? Die Warterei auf «unser» Wetterfenster geht in die nächste Runde...

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