Pure Südsee Vibes - Fulaga

Pure Südsee Vibes - Fulaga

2025, Blauwasserleben, Liegeplätze, Menschen, Fidschi
Fulaga - ein Südseeparadies für Langfahrtsegler. Wir erkunden und geniessen dieses Atoll und dessen Lagune ...

Herausforderung

Es ist Hochwasser und die Sonne steht vor uns, als wir links in den Pass von Fulaga abbiegen. Keine gute Kombination, um das erste Mal durch eine schmale Riffeinfahrt zu fahren. Insbesondere wegen dem Sonnenstand sind die Riffränder so gut wie gar nicht zu erkennen. Es heisst also höchst konzentriert nach den Luftbildern zu navigieren und volles Vertrauen in die Satellitennavigation zu haben, aber noch mehr Vertrauen habe ich natürlich in Allan, der vorne am Bug steht und mir Anweisung geben würde, wenn ich dem Riff zu nahekommen würde. Ich stehe zitternd am Steuer – hoffentlich geht alles gut, denn ich erkenne nichts! An der schmalsten Stelle ist der Pass gute 50 Meter breit, gedanklich breit genug aber allzu schnell kann etwas passieren. Zum Glück haben wir die Gezeiten gut geplant, so dass es kaum Strömung oder Wellen hat. So fahre ich gefühlt mit angehaltenem Atem hindurch und bin unendlich froh, als wir in der Lagune drin sind. Auch diese ist nicht überall tief genug, wir müssen gut schauen, wo wir lang fahren, doch das ist um vieles einfacher als die Einfahrt. Einfach nur froh, drinnen zu sein, möchte ich noch gar nicht ans herausfahren denken...

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Wir zielen die Mosquito Bay an, von der aus der Weg ins Dorf morgen einfach machbar ist. Es folgt eine faszinierende Abendstimmung, die leider von vielen Mosquitos gestört wird – klar, unser Ankerplatz wird seinem Namen gerecht.

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Kava-Zeremonie

Wir halten uns an die Fidschi-Tradition und gehen am nächsten Tag an Land, um das Dorf für das Sevusevu aufzusuchen. Wir erreichen Muanaicake - das Hauptdorf von Fulaga (früher Vulaga und ausgesprochen «Fulanga») – am Montag, kurz vor Mittag und finden ein fast leeres Dorf vor. Wo sind alle? Wir gehen weiter und da kommt uns ein Mann entgegen, der sich mit Tai vorstellt. Wir fragen ihn nach dem Dorf Chef und er zögert etwas. Warum? Versteht er kein Englisch? Aber jeder Segler will als erstes zum Chef für das Sevusevu, also sollte er wissen, was wir wollen. Dann winkt er uns, wir sollen ihm folgen und er führt uns zur Schule. Da sitzen alle Männer auf dem Boden, eine schöne Tanoa, gefüllt mit Kava, in deren Mitte. Oh, wo platzen wir hier herein? Wir werden eingeladen uns zu den Männern zu setzen und wir werden von vielen Augenpaaren ganz genau gemustert. Wir übergeben Tai unser Kava, der spricht ein paar Worte, die wir nicht verstehen, so geht es weiter, zwei andere Dorfbewohner murmeln etwas in ihrer Sprache und wir wissen nicht so richtig, was passiert hier? Dann werden wir auf Englisch willkommen geheissen und Tai wird unsere Gastgeberfamilie. Das ist in diesem Dorf Tradition, dass jedes Boot eine Gastfamilie zugewiesen bekommt. Nachdem der Chef vom Kava getrunken hat, wird auch uns Kava angeboten. Diese Chance nutzen wir, denn wir haben schon viel von diesem Kava-Getränk gehört und sind nun selbst gespannt, wie uns das schmeckt und welche Wirkung es auslöst. Kava ist Rauschpfeffer und hat eine entspannende und euphorisierende Wirkung. Da wir nur um eine kleine Menge bitten - «low tide» - bleiben auch die Wirkungen bescheiden. Es schmeckt gar nicht so eklig, wie alle sagen, aber es ist jetzt auch nicht unser Lieblingsgetränk – also Eiscafé schmeckt 100-mal besser. Trotz allem werden der vordere Mundbereich und die Lippen für kurze Zeit leicht taub und es krüselt etwas.

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Wir übergeben noch die Geldspende für das Dorf und sind jetzt in die Dorfgemeinschaft aufgenommen. Und das wird gleich in die Tat umgesetzt, denn wir werden eingeladen, mit allen zu Mittag zu essen. Ja warum sind denn eigentlich heute alle in der Schule versammelt? Die Frauen am Kochen, die Männer an der Kava-Zeremonie? Wir erfahren, dass in der Schule während drei Tagen sehr wichtige Prüfungen durchgeführt werden und dafür kommt das Dorf auf diese Weise zusammen. Wir erhalten eine Führung durch die Schule und den Kindergarten und werden anschliessend gebeten uns zu setzen und am Lunch teilzunehmen. Da ein Nein nicht gut ankommt, essen wir etwas Papaya und Süsskartoffeln. Die Fische, die mich aus den Tellern angucken, überlasse ich lieber anderen. Und auch hier erhalten wir Löffel zum Essen, weil wir Touristen sind. Die Einheimischen essen mit ihren Händen. Doch halt, was möchte die Frau neben Tai von mir? Ich verstehe sie nicht, bis mir klar wird, dass sie meinen Löffel will. Den gebe ich ihr natürlich und unkompliziert wie sie hier sind, isst sie damit ihr Mittagsmahl. Löffel waschen oder abwischen? Nein, das ist doch nicht nötig!

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Wir bedanken uns für alles und Tai begleitet uns noch durchs Dorf. Da sehen wir, wie zwei junge Männer unser frisch mitgebrachtes Kava kraftvoll zerstampfen.

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Und auch hier – Handys! Die, die nicht in der Schule versammelt sind, drücken auf ihren Geräten herum, am einzigen Ort, wo es im Dorf nebst dem Schulgelände auch noch Internet gibt.

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Wir spazieren mit vielen Eindrücken beladen und einer Einladung für den Fiji-Day, zurück zum Schiff.

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Karussell

Zurück auf meerla verlassen wir den Mückenreichen Ankerplatz und legen uns in flaches Wasser zwischen kleinen Inseln. Ein hübscher Ort, dessen spannende Umgebung wir bei Niedrigwasser erkunden. Doch der Ankerplatz gibt uns kein abschliessendes Wohlgefühl, da wir zwar sehr gut vom Ostwind geschützt liegen, der Wind aber solche Umlenkungen durch die Insel erfährt, dass wir uns die ganze Zeit im Kreise drehen. Das hat zur Folge, dass sich die Ankerkette am Bug verheddert und sich dann mit einem Knall wieder löst. Dieses Karussell macht keinen Spass, wir werden morgen wieder den Ankerplatz wechseln.

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Doch jetzt wollen wir in den Pass zum Schnorcheln gehen und fahren mit dem Dinghi dahin. Es hat ordentlich Wind und es ist Niedrigwasser, daher können wir nur entlang der Ostseite schnorcheln, ansonsten würde das Dinghi andauernd auf das Riff gedrückt. Denn das Dinghi schleppen wir beim Schnorcheln mit uns mit. Also wird es heute die Ostseite sein. Es ist kein erholsamer, schöner Schnorchelgang, es hat bereits zu viel Strömung und die Ostseite ist nicht besonders schön. Zudem haben wir nicht daran gedacht einen Neoprenanzug anzuziehen und haben bald kalt. Naja, wir haben wenigstens gelernt, dass wir bei Hochwasser kommen müssen, wenn das Dinghi über den Korallen schwimmen kann und wir so die schönere Westseite schnorcheln können. Auch müssen wir wegen der Strömung noch besser auf die Gezeit achten und uns warm anziehen.

Am nächsten Tag verlegen wir uns zum Arch Anchorage, damit wir für den kommenden Fiji Day den Weg ins Dorf durch den Busch nehmen können. Auch hier ist die Umgebung mit der kleinen Felsenbrücke und all den kleinen Inseln sehr spannend und wir machen einen kurzen Entdeckungs-Ausflug. Der Ankerplatz ist ziemlich unruhig, da die Wellen, die in Pass Nähe über das Riff schwappen bis hierher gelangen. Auch die Wellen vom Wind haben Zeit um sich aufzubauen und um die kleinen Inseln herum zu laufen um meerla fies von der Seite treffen und schaukeln lassen.

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Fiji Day

Es ist Fiji Day! Wir wurden gebeten in Fiji-Farben zum Fest zu kommen. Naja, helles, kräftiges Blau haben wir nicht so viel aber mit verschiedenen Blautönen können wir gut mithalten. So machen wir uns auf den Weg nach Muanaicake, dieses Mal über den Hügel durch den Wald. Tai, unser Host erwartet uns schon, sind wir doch etwas später dran als abgemacht, denn der Buschweg hat viel länger gedauert als wir erwartet haben - wir sagen Fiji-Time und er lacht.

Tai nimmt uns mit zu sich nach Hause und öffnet für uns beide eine Trinkkokosnuss. Auch der «Strohhalm» ist schnell zur Hand, einmal umdrehen, ein junger Ast einer Papaya Pflanze abzwicken und schon steckt der perfekte Strohhalm in der Kokosnuss und wir können diese Köstlichkeit geniessen - herrlich!

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Wir erfahren erst später, dass der milchige Saft in der Papaya Pflanze ungeeignet für den Verzehr ist!

Da wir nicht die einzigen sind, die etwas spät gekommen sind, wurde im Dorf der Start des Festes etwas verschoben. So führt uns Tai noch gemütlich eine Runde durchs Dorf und zeigt uns seinen Lovo, sein Erdofen, wo ein Teil des Mittagessens am garen ist. Wir gelangen zum Festplatz, wo drei Unterstände aufgebaut wurden, für jedes Dorf der Insel seinen eigenen. Wir werden gebeten in «unserem» Dorf auf dem Boden Platz zu nehmen. So sitzen wir bei Muanaicake und haben links die Bewohner von Muanaira, und gegenüber die von Naividamu. Fulaga hat insgesamt geschätzt 400 Einwohner, wobei hier am Fest nicht alle mit dabei sind, auch fehlen die Oberstufenschüler, die in Suva zur Schule gehen.

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Es ist ein interessantes Fest, das mit einer Ansprache und einer kurzen Predigt beginnt und danach gibt es Musik, laute Musik aus der Konserve. Zwischendurch wird getanzt, aber nicht wirklich koordiniert oder sehr schön. Es ist einfach ein fröhlicher Haufen von Menschen - vor allem Frauen. Wo sind all die Männer? Dann folgt die Parade, die marschieren hier die Frauen und ich und die anderen Seglerinnen werden aufgefordert mitzugehen. Wir sind insgesamt 8 Boote hier und alle machen mit. Nach der Parade wir die Nationalhymne gesungen und die Fidschi Flagge gehisst.

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Das Fest geht weiter und es gibt eine Prämierung der schönsten gewobenen Matte.

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Irgendwann zaubern die Frauen einen Lunch hervor und es wird extra für uns Segler hübsch angerichtet. Die einheimischen essen irgendwie am Rande und wenn, dann primär nur Kinder und Frauen. Wir haben zum Dank Zopfteigbrötchen gebacken und mitgebracht, die hier auch «aufgetischt» werden. Das Ganze fühlt sich für uns komisch an, wir Segler werden hier bedient und essen zusammen, während die Einheimischen nach uns teilweise noch wenig essen. Irgendwie schade, dass das so getrennt gehandhabt wird, was sonst bei einer Einladung bei den Einheimischen nicht der Fall ist. Ist das wegen dem Fest, dass dies so anders ist? Wir haben versucht, uns zurückzuhalten, den Einheimischen den Vorrang zu geben oder sie in unsere Runde einzubeziehen – alles erfolglos.

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Immer mal wieder folgt eine kleine Showeinlage mit einem Tanz oder Gesang und wie wir erfahren ist es Tradition, dass wenn jemand dies tut, wird er von einem anderen Dorf beschenkt. Diese Geschenke bestehen meist aus einem grossen Tuch oder einer gewobenen Matte.

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Am Nachmittag wird noch Geld für die Schule gesammelt und dabei kommen 1400 FD (knapp 500 CHF) zusammen – immerhin. Tai führt uns auf dem kleinen Festgelände herum und da sehen wir, wo all die Männer sind. Diese sitzen im Gemeinschaftshaus und frönen dem Kava...

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Das Fest neigt sich dem Ende zu und wir kaufen Tai einige Papaya und Süsskartoffeln ab. Diese erhalten wir in einem schönen Palmblatt-Korb, womit wir das kostbare Gut nach Hause transportieren können. Wir wandern zurück durch den Busch und kommen mit vielen interessanten Eindrücken auf meerla an.

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Absolute Ruhe

Am nächsten Tag ankern wir in die Südostecke des Atolls um und da finden wir einen herrlichen, sehr ruhigen Ankerplatz auf 5m Wassertiefe. Hier gefällt es uns ausgezeichnet, die Kombination aus Palmen, Sandstrand, Pilzfelsen und üppigem Grün, kombiniert mit den türkisen Wasserfarben ist einfach faszinierend schön. Und vor allem keine Wellen! Wir liegen hier absolut ruhig und sehr sicher. Sogar ruhiger als in mancher Marina - dass tut gut und wir können richtig tief und gut schlafen!

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Wir erkunden den Strand und machen uns auf die Suche nach Kokosnüssen. Das ist nicht ganz einfach, weil wir auf die wenigsten Palmen hochklettern können. Aber eine kleine Ausbeute bleibt und Allan schält die reifen Nüsse mühselig mit der Machete aus ihrer Aussenhülle.

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An einem Abend freuen wir uns über den Besuch von Theresa und Tim von der Lola. Sie erzählen uns, dass sie vor zwei Tagen einem Einhandsegler helfen mussten, in der Passeinfahrt wieder vom Riff herunterzukommen. Er ist leider beim Herausfahren aus dem Atoll mit seinem Schiff auf dem Riff gestrandet. Sind wir froh zu hören, dass ihm dabei nichts passiert ist und dass sein Schiff soweit noch in Takt war, dass er weitersegeln konnte. Denken wir lieber nicht weiter über diese Durchfahrt nach und freuen wir uns mit ihnen Brändi Dog spielen zu können. Endlich haben wir wieder spielfreudige gefunden, doch leider ziehen sie zwei Tage später schon wieder weiter...

Von hier aus gehen wir mehrere Male in den Pass zum Schnorcheln, diese Male mit Neoprenanzug und auf die Westseite, sowie in den westlichen Seitenarm. Was für einen Unterschied zur Ostseite! Hier ist das Riff wirklich schön und wir treffen auf sehr viele unterschiedliche Korallen. Auch Fische können wir einige beobachten, leider nur einen einzigen Weissspitzenriffhai, dafür einen sehr beeindruckenden Titandrücker! Zum Glück hat er höflichen Abstand zu uns gehalten...

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Uns gefällt es hier hervorragend – dieser Ankerplatz wird sich zu unseren absoluten Spitzenreitern gesellen. Wir liegen inzwischen ganz alleine hier, ausgesprochen ruhig und diese fantastische Umgebung ist einfach nur traumhaft schön.

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Wir arbeiten viel und machen beinahe jeden Tag einen Strandspaziergang. Dabei treffen wir auf Crab-City - einen Strandabschnitt, der wirklich wie eine Krabbenstadt ist. Überall sind die grossen Löcher und davor ihre Sandhügel, vom ausgegrabenen Material. Doch bei so viel Sonnenschein zeigen sich die Krabben leider nicht.

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Wir erkunden auch die Sandbank, die bei Niedrigwasser zum Vorschein kommt und sind einfach nur glücklich hier sein zu dürfen!

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Allan packt die Drohne aus und lässt uns unser kleines Paradies von oben erblicken. Dieser Anblick ist faszinierend und unterstreicht die Schönheit dieses Ortes noch mehr. Ein absoluter Südsee-Traum!

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Die Entscheidung fällt

Wir sind bald seit drei Wochen hier in Fulaga und würden gerne noch viel länger bleiben. Für uns ist das ein vollkommener Wohlfühlort! Seit einigen Tagen sind wir alleine, es ist kein anderes Boot mehr weit und breit. Nur wir und die Einwohner. Die anderen Segler sind alle verschwunden, denn die Zyklon-Saison steht vor der Tür. Die Segler verlassen Fidschi in Massen und wir sind noch da. Warum? Ja, wir lieben Pläne, denn Pläne sind da um sie auf den Kopf zu stellen. Und genau das machen wir diese Tage einmal mehr. Ein definitiver Entscheid fällt! Seit wir vor sechs Wochen die Nawi Island Marina in Savusavu erreicht haben, schwirrt uns der Gedanke im Kopf herum: warum bleiben wir nicht in Fidschi? Warum segeln wir nach Australien, nur um dann im Mai 2026 mühselig gegen den Wind wieder nach Vanuatu zu kommen, wenn das von Fidschi aus in einem einfachen, kurzen Trip möglich ist? Was heisst es, während der Zyklon-Saison in Fidschi zu sein? Was machen wir, wenn ein Zyklon auf uns zukommt? Viele Fragen, viele Gedanke, viele Gefühle, die wir zu verarbeiten haben, aber nun steht der Entschluss fest und die sich dahinziehenden administrativen Abklärungen und Anpassungen sind gemacht – wir bleiben für die Zyklon-Saison in Fidschi!!!

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Dieser Entscheid gibt uns die Zeit, dass wir so lange in Fulaga bleiben können. Doch die Visums-Verlängerung steht an und dafür müssen wir vor dem 31. Oktober in Savusavu sein.

Es heisst also Abschied nehmen, was uns sehr, sehr schwerfällt. Wir gehen als erstes ins Dorf, um Tai zu suchen und uns von ihm zu verabschieden. Wir schenken ihm noch ein Pack Kava, das er freudig entgegennimmt. Für uns ist es interessant zu sehen, dass die Holzschnitzer ihre Arbeiten nicht mehr zum Verkauf ausgestellt haben. Es ist also offensichtlich, dass die Insel wieder nur den Einwohnern gehört, die Kreuzfahrer-Saison ist zu Ende. Wir können bei einer netten Einwohnerin noch Bananen und Papaya für unseren Rückweg kaufen. Moce Muanaicake – vielleicht bis bald?

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Auf dem Rückweg dürfen wir noch einen Eisvogel beobachten, über den ich mich besonders freue. Auch wenn diese Art hier nicht so schillernd ist, wie diese in Europa, ist es doch ein wunderbarer Anblick.

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In etwa vier Tagen zeichnet sich ein wirklich gutes Wetterfenster ab, um nach Savusavu zu segeln. Da zu dieser Zeit aber die Gezeiten nicht gut zur Tageszeit passen und mehr Wind und Wellen aufkommen, wollen wir Fulaga früher verlassen und einen Zwischenstopp in Yaqasa Island einplanen.

So geht es zwei Tage später um sieben Uhr Anker auf und bei ruhigen Bedingungen und die Sonne beinahe im Rücken in Richtung Pass zur Ausfahrt. Heute stehe ich deutlich entspannter am Steuer, kenne ich doch den Pass inzwischen auch Unterwasser und weiss, dass zu diesem Gezeitenstand keine Strömungen oder Wellen vorhanden sind. Allan steht auf dem Bug für die Augapfel Navigation und die Satelliten tragen bei meiner digitalen Navigation ihren Teil dazu bei. So verlassen wir sehr schweren Herzens einen bezaubernden Platz dieser Welt. Wir blicken auf absolute Traumtage mit magischen Momenten, weissen Sandstränden, türkisem Wasser, spannenden Felsformationen mit üppigem Grün und einer schönen Unterwasserwelt zurück.

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Diese drei Wochen pure Südsee-Vibes werden wir nie vergessen!

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